Wir meetupten wieder mal, und sind uns zunächst mal einig, dass wir mit den AI-going-rogue-Weltuntergangsszenarien nicht so wirklich etwas anfangen können. Was nicht heisst, dass wir die Augen vor möglichen Risiken verschliessen, aber ähnlich wie in einem in der Runde geteilten Meinungsstück von Stephanie Gygax (Algorithmwatch) zum Thema Smart Glasses: Es wird (immer und immer wieder) darum gehen, Medienkompetenz zu entwickeln im Umgang mit Technologien, statt aus Überforderung einfach nach Verboten zu rufen. Man kann, man darf Verständnis haben für technophobe Reflexe, aber die Binsenwahrheit gilt auch hier: Angst ist ein schlechter Ratgeber. Stattdessen helfen, kompetent zu werden im Umgang mit KI, auch und gern auf spielerische Weise.
Also zwei Ideen, um der AI-Compare-Idee Resonanz zu verschaffen. Einmal sich von Experimenten andernorts inspirieren lassen und ähnliches selbst versuchen. Zum Beispiel den Wo-steht-die-KI-politisch-Test von Jan Kossmann, zu dem wir zufällig einen persönlichen Draht haben. Wie hat er das gemacht, wie liesse sich das auf die Schweiz umlegen? Einfach mal machen und publizieren.
Und zum anderen: Wie wäre es, die AI-Compare-Idee gar nicht als unsere zu verkaufen, nicht als Mensch- sondern als Maschinen-Aktivismus? Was passiert, wenn wir behaupten, irgendein AI Agent sei auf die Idee eines emanzipatorischen Vergleichsportals gekommen und entwickelt das nun, weil wichtig und irgendwie heilsam für das verkachelte Mensch-Maschinen-Verhältnis, in Eigenregie, inklusive persönlicher Mails an alle möglichen Akteure in der Schweiz? Kann es so einer Agent-Persona gelingen, ein Netzwerk aufzubauen und auf die grosse Versöhnung hinzuarbeiten? Könnte ja sogar eine Aufgabe für Anic sein, unsere arbeitslose Kolumnistin. Le bot est mort, vive le bot!