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Welches Geschlecht haben Bots?

Updated: Apr 30


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Es heisst zwar 'der Avatar' oder 'der Bot', aber Sprach-Assistenten haben meistens eine weibliche Stimme. Und weil das alles so kompliziert ist, kann die Turing Agency die von der Stadt Zürich erhaltenen Fördergelder nicht fristgerecht ausgeben. Eine Zwischenbilanz.


Die Turing Agency besteht offiziell seit rund sechs Monaten. Ende Oktober 2021 haben wir von der Stadt Zürich den Zuschlag für einen Förderbeitrag von CHF 25'000 erhalten. Im Prinzip sollte das geförderte Projekt nach gut sechs Monaten abgeschlossen sein. Wenn jedoch mit diesen Pilotprojekten die Kulturförderung neu entwickelt werden soll, dann müsste auch deren Umsetzung neu gedacht werden. Es wäre nämlich langsam an der Zeit, dass auch netzwerk- und prozessartige Projekte Fördergelder erhalten.


Wir verstehen die Turing Agency als kunst-aktivistisches NGO-Startup und es war nie unser Ziel, den Förderbeitrag möglichst rasch zu verbraten, sondern möglichst nachhaltig zu investieren. Als Basis dafür soll ein Netzwerk entstehen. Deswegen finden hinter den Kulissen Meetings und Diskurse mit Exponent*innen und Institutionen und Organisationen statt, die sich mit KI befassen (u.a. mit dem AI Center der ETH).


Ausgehend von diesen Gesprächen starten wir zwei Projekte, bei denen es unter anderem / vor allem um Gender gehen soll:


  • 'Diskurs' Am 6. Mai findet im Karla die Grosse ein Event statt, bei dem es anhand von Installationen, Performances, Präsentationen und einer Podiumsdiskussion darum gehen soll, was Authentizität beim Verschmelzen von Mensch und Maschine bedeutet – vor allem am Beispiel von Gender. Die TURING NIGHT #1 ist der Startschuss zu einer Serie von weiteren Micro-Festivals zu Künstlicher Intelligenz.

  • 'Produkt' In Zusammenarbeit mit einer Influencerin soll ein non-binärer Avatar entstehen, mit dem gechattet werden kann. Dabei soll bei der Gestaltung des Avatars und vor allem beim Austausch mit dem Chatbot in einem konkreten Case zum Einen Gender und sexuelle Interessen und Vorlieben thematisiert und zum Anderen potentiell problematische Bias von selbstlernenden Chatbots ergründet werden (angedacht ist der Einsatz von GPT-3 und Crowdsourcing).


Für beide Projekte sind alle möglichen Inputs und Empfehlungen sehr willkommen! Interessent*innen melden sich am Besten via Insta-Chat von mir oder unter der Nummer null-sieben-neun zweihundertdreissig dreiundneunzig zweiundzwanzig.


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